Donnerstag, 6. Februar 2014

Heidelbeer-Reis



Heidelbeer-Reis-"Plätzchen" waren die Beilage zu meinem Birnen-Pastinaken-Püree. Bild siehe vorangegangener Post.

40gr Basmatireis
100gr Heidelbeeren
1 TL Puderzucker
1-2 Mokkalöffel Rum
1 TL Orangenschalenabrieb
eine Prise Salz
150 ml Sojamilch Vanille

4 EL Sojamilch mit Orangenschalenabrieb und Salz aufkochen lassen. Hitze zurückdrehen, Reis zugeben und zugedeckt köcheln lassen. Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, schluckweise neu nachgießen. Der Reis dürfte nach 30-40 Minuten gar sein.
Heidelbeeren mit Puderzucker bestäuben und mit Rum besprengen. Zugedeckt für eine Weile ziehen lassen. Dabei regelmäßig mit einem Löffel in der entstandenen Flüssigkeit wenden.
Den gegarten Reis mit den Heidelbeeren pürieren und kühl stellen.
Der Heidelbeer-Reis ist bereits jetzt verzehrfähig.

Ich habe anschließend kleine talerförmige Plätzchen abgestochen, mit Puderzucker bestäubt und beu 175°C im Ofen gebacken. Endergebnis waren hübsch feste süßliche Talerchen, aber das war eher mehr Spielerei.

Birne mit Pastinake



Ja, ich lebe noch. *g*
Pastinaken sind eine feine Gemüsesorte, die wie Topinambur gut mit etwas süßlicheren Früchten wie Apfel oder Bine harmoniert. Etwas Schmackhafteres daraus zu zauben, ist einfach und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Für das Püree

ca. 220 g geschälte Pastinaken

eine halbe größere Birne (habe ich leider nicht abgewogen)

eine kleine Möhre

eine Zwiebel

ein wenig frischer Knoblauch

ein Stück Ingwer, gepresst

etwas getrockneter Chili, gut zerrieben

1 EL Erdnussöl

150ml Wasser

Zitronensaft

Weißwein

Salz, Pfeffer, Zucker

etwas Muskat, frisch gerieben





Pastinake und Birne fein würfeln.

Zwiebel fein hacken, mit und Chili in Öl andünsten. Wenn es zu duften anfängt, Pastinake, Möhre, Knoblauch, Ingwer zugeben. Offen für 5 Minuten dünsten. Anschließend Birnenstücke und die flüssigen Zutaten zugeben. Würzen. Solange einköcheln lassen, bis die Pastinake weich ist.

Dazu gab es das Resultat eines Heidelbeer-Reis-Experiments.

Freitag, 24. Januar 2014

Ein theoretischer Quiche

Ja, ich lebe und koche noch. *g*
Eines meiner letzten Projekt ist wie erwartet ein klein wenig schiefgegangen, überdies habe ich auch noch vergessen, mir die genaue Zubereitung zu notieren.



Da haben wir ihn, einen Quiche aus Vollkornmehl, Margarine und Wasser. Ich denke, ich muss nicht weiter erwähnen, dass das Endresultat an allen Ecken und Enden fröhlich auseinanderbröselte, das Anschneiden nicht überlebte und viel zu mehlig geschmeckt hat.

Umso besser war dafür die Fülle aus Äpfeln, roten Linsen, frischem Ingwer und einer kleinen Schalotte. Ich erinnere mich daran, alles kurz in Öl und Zucker karamellisiert, dann mit Wasser aufgegossen und gegart haben zu lassen. Aber fragt mich jetzt bloß nicht nach der Zubereitungszeit und der Wassermenge. *seufz*

Ebenso schmackhaft war der grüne Ring aus

275 g Broccoli
einer Schalotte
einer getrockneten Tomate (3 g)
reichlich getrocknetem Chili
Öl
Salz, Pfeffer Zucker

Broccoli putzen und hacken. Schalotte, Tomate und Chili fein hacken.
Öl erhitzen, zunächst alles bis auf den Brokkoli anbraten, bis es duftet. Dann den Brokkoli zufügen und bei mäßiger Hitze für 5-10 Minuten durchbraten. Der Broccoli sollte gar, aber noch bissfest sein. Mit 2EL Wasser ablöschen und vom Herd ziehen.

Den Teig habe ich bei 200°C für ca. 15 Minuten vorgebacken, anschließend befüllt und bei 175°C für 20-40 Minuten weitergebacken. Aber nun ja, alles umsonst. Mürbeteig und ich werden uns wohl nie anfreunden.

Samstag, 11. Januar 2014

Nachtrag zum Silvesterabend



Später als gedacht wünsche ich euch allen noch nachträglich einen guten Rutsch ins neue Jahr – ich hoffe, ihr habt die Böllerei alle gut überstanden!
Ich habe das alte Jahr gemächlich ausklingen lassen und den Abend bei meiner Familie verbracht. Dabei wurde mir die hohe Ehre zuteil gebracht, für das leibliche Wohl der Bande zu sorgen. *g*



Als Vorspeise gab es als Gemeinschaftsprojekt eine Beluga-Linsen-Suppe, die allerdings relativ rezeptfrei und nach Gefühl zusammengebraut wurde. Sie war ganz einfach gewürzt; mit Essig, Öl, Zucker, Salz und ein paar Kräutern, schmeckte wunderbar und war sehr sättigend.





Als "Hauptgang" sollte es Pizza geben; für den Teig habe ich mir dieses Grundrezept herausgesucht. Wie zu erwarten, musste ich allerdings tüchtig Wasser nachgeben, bis der Teig einigermaßen knetbar war. Ich weiß nicht, warum selbst so viele auf Vollkorn zugeschnittene Rezepte nie die (für meine Belange) exakte Flüssigkeitsmenge bieten, sondern ich immer gefühlte Liter nachgießen muss. *grübel*
Um einen besonders guten Teig zu bekommen, wollte ich ihn besonders lange gehen lassen, was sich aber im Nachhinein als Fehlentscheidung erwies. Zuallererst ist er wunderschön luftig aufgegangen, doch fiel nach einer anscheinend zu langen Wartephase in sich zusammen und wurde staubtrocken. Das fertig gebackene Endresultat war überhaupt nicht pizzatypisch luftig, sondern fest und kompakt und überdies – öh – besonders knusprig.
Im Rahmen meiner "Befrei-den-Kühlschrank-von-Fertigprodukten"-Unternehmung habe ich für den Belag 300gr sog. "Veggie Tuna", d.h. vegetarischen "Thunfisch"ersatz auf Sojafaserbasis, scharf mit Zwiebeln und Knoblauch in Sesamöl angebraten und mit einer Mischung aus 3EL Wasser, 2EL Sojaessig, 1EL Tomatenmark, einem Schuss Essig, , Cayennepfeffer, Chili Salz, Pfeffer, Zucker verfeinert. Leider hatte ich nicht berücksichtigt, wie viel Öl das Produkt bereits an sich enthält. Resultat war ein schmackschaft-scharfes, leider auch ziemlich öliges Resultat.
Gekonnt versteckt *g* habe ich das unter einer beeindruckend herzhaften Schicht Hefeschmelz nach diesem Rezept. Fantastisch! Mit Käse direkt würde ich keine Vergleiche ziehen, aber das ist auch nicht notwendig, denn dieser Belag zum Überbacken ist definitiv einer der besten, den ich jemals auf einer Pizza gegessen haben – für mich persönlich um Längen als aller bisher gekosteter Pizzerien-Käse.
Den süßen Abschluss sollte ein Mango-Kokos-Parfait bilden. Die von mir verwendete Kokoscrème hat dem Halbgefrorenen bedauerlicherweise einen viel zu fettigen Geschmack verliehen. Folglich lag das Dessert relativ schwer im Magen, schmeckte insgesamt ziemlich unausgewogen. Sehr schade eigentlich, weshalb ich einen neuen Versuch mit anderer Crème wagen werde.


Meine Vorsätze fürs neue Jahr:
Anders kochen. Sehr früh habe ich festgestellt, dass mir jegliche Grundkenntnisse vom guten Kochen schlichtweg fehlen. Viel zu lange habe ich versucht, etwas darzustellen, was ich eigentlich nicht bin, habe versucht, mein Selbstbewusstsein zu sehr über meine Kochversuche zu definieren.
Das soll, muss, wird sich ändern. Ich werde damit beginnen, mir grundlegende Dinge wie einfache, aber gelingersichere Salate, Saucen und Gemüsepfannen beizubringen – die auch für andere, nicht nur für mich *g* - genießbar sind. Ganz ohne Prätention, sondern einfaches, schlichtes Kochen.
Das mag alles theatralisch klingen, gehört aber zu meinen festgesteckten Zielen. Vermutlich bedeutet das, dass dieser Blog (noch mehr) einschlagen wird, aber ich hoffe, dass einige von euch mir auf meinem Weg zur *grinst* "Meisterköchin" doch noch über die Schulter schauen werden.

Euch allen ein frohes neues Jahr!

Dienstag, 31. Dezember 2013

"Vegetarischer Wiegebraten" aus Grütze



Fertig gebraten
In einer uralten, zerfledderten und abgegriffenen Kladde von anno dazumal, noch geschrieben im alten Sütterlin, habe ich zu meinem Erstaunen neben Hirnkrapfen und Hirschbraten mit Preiselbeeren unlängst ein Rezept für einen sogenannten "vegetarischen Wiegebraten" entdeckt. Obwohl von fleischfreier Ernährung nicht vollkommen überzeugt, empfiehlt die Autorin aus gesundheitlichen (und aus geldbeutelrelevanten) Gründen öfters vegetarische Gerichte fürs allgemeine Wohl in die tägliche Ernährung einzubauen. In meinen Augen eine recht überraschende Aussage für die damalige Zeit. *g*
Grundbasis für dieses Gericht sind Hafer- und Grünkerngrütze (bzw. alternativ Gerstengrütze), die mit Pilzen, Brötchen und Ei angereichert und zu einem Braten verwandelt wurd. Früh stand fest, dass ich zu Weihnachten diesen Braten unbedingt nachbasteln und für mich als Hauptgericht servieren wollte.

Ich hoffe, dass auch meine veganisierte und etwas abgeänderte Variante des Bratenrezepts zusagt.

Relativ gewürzreiche, aber einfache Zubereitung:

ein gestrichener TL Vollrohrzucker
ein TL Majoran
½ TL Senfkörner
½ getrockneter Fenchel
½ TL Kümmel
½ TL Curry
¼ TL Koriander
¼ TL Galgant
8 Pfefferkörner
3 Pimentkörner
eine Msp gemahlener Anis
Meersalz

Alles im Mörser fein zerreiben.

sowie

125ml Wasser
125ml Rotwein
Saft einer halben Zitrone
1EL Tomatenmark
25gr Hafergrütze
25gr Gerstengrütze

Flüssige Zutaten  und obige Gewürzmischung vermengen, in einem Topf aufkochen lassen. Die Grützensorten unter ständigem Rühren zugeben. Weiterrühre, für etwa 3-5 Minuten schwach köcheln lassen, die Masse sollte gut klumpen. Ggf. noch 5-10 Minuten nachquellen lassen.

und außerdem

eine halbe Zwiebel
50gr Kräutersaitlinge
eine Knoblauchzehe
Olivenöl
einige EL Gemüsebrühe oder

Sämtliches fein würfeln, in Öl für etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schön anbraten.

Etwas unfotogen mit Kartoffelkloß und Feigen-Kapern-Sauce
Etwas abkühlen lassen, dann gut mit der Grützemasse und sehr fein gehackter frischer Petersilie vermengen.
Nun nach Belieben Bratlinge oder einen Bratenlaib aus der Masse formen.

Und nun kommt ein Arbeitsschritt, an dem ich noch etwas feilen muss:

Für 20-30 auf beidseitig langsam in Öl durchbraten, dabei abwechselnd Öl und Wasser oder Gemüsebrühe nachgießen. Das Wasser sollte verdampfen, damit der Braten gar wird und eine Art Bratensaft entsteht. Je flacher der Braten, desto (logischerweise) kürzer die Garzeit.
 
Ich weiß - der Begriff  'Grütze' ist von Ökolatschen, Räucherstäbchen und Klangmuscheln umschwebt, aber meiner Meinung nach kann man daraus wirklich richtig herzhafte und wohlschmeckende Gerichte zaubern. Die Grundidee für den Braten ist genial, daher mein Dank an die fleißigen Köche von damals. Definitiv ein Gericht, das ich in dieser Form in vielen Variationen erneut zubereiten werde. 
Die Feigen-Kapern-Sauce war geschmacklich zwar interessant, aber nicht ausgefeilt genug, um hier als Rezept präsentiert werden zu können.