Montag, 8. Juli 2013

Kochbuch-Challenge X-XIII



Puh, ich hatte in letzter Zeit kaum Zeit zum Kochen und erst recht nicht zum eigenständigem Erfinden, aber immerhin hat es für ein paar Challenge-Rezepte gereicht.

Tomatensuppe mit Melonen



von Cornelia Schinharl machte den krönenden Anfang. Das Süppchen, das eiskalt serviert wird und zu dem laut Rezeot eigentlich noch gebratene Brotwürfel dazugehören, ist demnach quasi als eine Art Gazpacho zu sehen.
Mmh! Melone und Tomate im Duett waren definitiv etwas Neues für mich. Vor allem den frischen Melonengeschmack fand ich hierbei sehr überzeugend.

Erdbeeren im Schnee



Nachdem jemand gut ein Kilo Erdbeeren angeschleppt hatte und nichts damit anzufangen wusste, war es endlich wieder einmal Zeit für Vollkorngebäck von Frau Eckstein. Frische Erdbeeren auf einem Schnee aus Kokoscreme und Kokosraspeln – das konnte nur gut werden.
Im Buch selbst wird stets auf frisch gemahlene Mehle und Nüsse zurückgegriffen, auch die Kokosraspeln in diesem Rezept hätten theoretisch selbst aus einer frischen Kokosnuss gehobelt werden müssen. In Ermangelung einer Getreidemühle und frischen Kokosnüssen habe ich deshalb auf kauffertige Produkte zurückgegriffen.
Lasst euch vom Bild nicht täuschen, der Kuchen hat köstlich geschmeckt und wurde von allen Seiten mit höchstem Lob überschüttet. Vermutlich hatte ich aber dem Schnee zu wenig Zitronensaft zugefügt, weshalb er im Späteren eine leicht bräunliche Farbe angenommen hat – quasi Erdbeeren bei Dämmerungsanbruch. *g*
Der Teig ist trotz der kurzen Backzeit sehr fest und knusprig gewesen; auch die Füllung hatte ihn nicht aufgeweicht. Sehr sahnig war der Schnee und mit den zuckersüßen Erdbeeren hatten wir einen perfekten Sommerkuchen vor uns. (Er sollte nur relativ rasch verzehrt werden, da er sich nicht lange hält.)

Getreidebratlinge  mit Gemüsewürfeln



stammen erneut aus den Kochtöpfen von Schinharl. Laut Rezept können verschiedene Getreidesorten verwendet werden; ich habe mich für Grünkern entschieden. Zur Bindung waren im Rezept ursprünglich Eier angegeben, wobei ich hierbei etwas mit Süßlupinenmehl experimentiert habe bzw. wollte.
Als ich das Rezept zubereitete, war ich sehr hungrig und wollte schnell etwas auf dem Tisch haben. Normalerweise kann man sich eigentlich denken, dass Bratlinge + wenig Zeit nicht besonders gut einhergehen. Als Resultat fielen die Bratlinge auseinander, schmeckten überdies unangenehm nach dem Lupinenmehl. Sehr schade, deshalb wird es unter "Noch einmal versuchen" verbucht.

Bonito-Chips mit Mojo Verde



aus meinem kleinen Schatzkästlein Kartoffeln – Einfach, vielseitig und immer köstlich. Das vollständige Rezept ist auch hier abrufbar.
Die im Rezept verwendeten Eiweiße wollte ich durch eine Sojamehl-Wasser-Mixtur ersetzen – mit mäßigem Erfolg. Denn nach gut einer Viertelstunde waren die Chips außen fast schwarz verbrannt, aber drinnen noch relativ nass – nichts von Chips. Überdies habe ich die Kartoffeln und den Mojo hoffnungslos überwürzt  - den Rest könnt ihr euch denken. ;)
Nichtsdestotrotz eine geniale Idee, die geschicktere Köche sicher exzellent umsetzen können.

Aber es gab auch einen kleinen Lichtblick, der mir Hoffnung gab, kein kompletter Koch- und Backversager zu sein - und zwar dieses hübsche Schätzchen:



Ein Dinkelvollkornbrot mit Sesam, Sonnenblumenkernen und Macadamianüssen nach diesem Rezept. Ich habe die Rezeptzutaten halbiert und auf 500gr Mehl 1/2 Würfel frischer Hefe verwendet. Zuerst hatte ich zu viel Wasser zugegeben, musste also Einiges an Mehl nachgeben. Den trotz zweifacher Gehzeit immer noch viel zu klebrigen Teig habe ich mehrmals minutenlang durchgeknetet, wieder ruhen lassen, wieder durchgeknetet und war am Rande der Verzweiflung, als ich den Laib in den Ofen schob.
Aber siehe da es wurde mit Abstand das beste Brot, das ich bisher gebacken habe. Luftig, nussig, sehr gut schneidbar - den riesigen Laib hatte meine Familie binnen drei Tagen restlos aufgegessen. Sehr empfehlenswert, probiert es unbedingt aus!

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